Die Zunge spiegelt den energetischen Zustand des Organismus wider, wobei die Zungenspitze dem Kopf und die Zungenwurzel dem Unterleib entspricht. Die verschiedenen Zungenbereiche werden dabei den 5 Elementen, sowie den Funktionkreisen/ Meridianen zugeordnet:

  • TCM- Zungendiagnose
    TCM- Zungendiagnose
    Volumen, Breite, Länge, Belag, Farbe, Beweglichkeit, Symetrie ... werden beurteilt.
  • In der TCM- Zungendiagnose zeigt die Unterseite der Zunge mit den Venen v.a. die Durchblutung an.
  • Beispiel: Ein dicker gelber Belag an der Zungenwurzel, weist darauf hin dass sich Verdauungsfehlprodukte aus dem Verdauungstrakt im Unterleib ansammeln und sich Hitze entwickelt hat, daraus Feuchte- Hitze im Bereich unter dem Nabel (UE);
  • TCM-Diagnose: Die Frage die sich der Zungendiagnose anschließt: Bestätigt sich diese vorläufige energetische Hypothese auch in den Symptomen (Syndromdiagnose): durch zB. Blasenentzündungen, klebrigem Stuhlgang, Ausfluss, Fusspilz, usw. ...? Und der Pulsdiagnose mit einem gleitenden Puls (hua Mai) an den UE- Taststellen?
  • Falls sich der Befund der Zungendiagnose mit anderen TCM-Diagnosen bestätigt kann dann entsprechend den betroffenen Funktionskreisen die TCM- Therapie ansetzen: So könnte die Kräuterrezeptur "Er Miao San" verschrieben, die Akupunkturpunkte MilzPankreas 6 & 9 sedierend genadelt werden und empfohlen werden weniger Milchprodukte, fettige Nahrungsmittel und Süßes (als Verdauungsfehlproduktebildner), sowie weniger scharf- heiße Gewürze (wie Zimt oder Chilli ...) zu konsumieren: alles mit der gleichen Diagnosebasis: Feuchte- Hitze im UE;

 

Abgesehen von der Zungendiagnose haben Sie hier die Möglichkeit sich über andere TCM-Diagnoseverfahren zu informieren: